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Freitag, 11. Mai 2012

25062012 – fünfundzwanzigster Juno deux milles douze


Dieses Datum, der 25. Juni 2012, wird mein letzter regulärer Arbeitstag im „Maison Belot“ sein.

Am darauffolgenden Freitag, den 29. Juni 2012, wird mein Freiwilligendienst im Rahmen des französischen „Service Civique“ nach einem Abschlussseminar um 10 Uhr in Hohrodberg, nahe Colmar, zuende gehen.

Vertraglich gesehen wird mein Engagement in Beaucourt am Samstag, den 30. Juni 2012, aufhören. Da ich am Wochenende nicht arbeite, fällt dieser Tag weg.

15092012 – fünfzehnter September zweitausendzwölf


An diesem Tag im Herbst, den 15. September 2012, wird mein „Diakonisches Jahr im Ausland“ nach einem ein-wöchigen Rückkehrseminar der Länder Belgien, Schweden, Dänemark und Frankreich in Weimar endgültig vorbei sein.

Donnerstag, 15. September 2011

Ein 102. Geburtstag

Foto (c) privat
Die letzte Nacht war gut, aber irgendwie kurz. Vor dem Einschlafen denke ich noch so viel über den Tag und den kommenden nach. An das frühe Aufstehen werde ich mich noch gewöhnen. Um 6:40 Uhr stand ich in der Küche und habe das Frühstück für uns vorbereitet. Emmanuel und ich sind schon jetzt ein eingespieltes Team am Morgen. Ich mache mich fertig, während er gemütlich seine Croissants mit Kakao frühstückt (die Küche richtig immer ein bisschen nach angebrannter Milch). Zack, zack, mein schnelles Frühstück und schon muss ich auch los, damit ich um 8 Uhr im Altenheim bin. Emmanuel hat da mehr Zeit, weil er nur kurz den Parkplatz bis zum „Maison Blanche“ überqueren muss.

Ich war pünktlich da – Fatia nicht. Stattdessen bin ich auf drei ältere Damen gestoßen, ein kurzer Smalltalk und schon bot sich mir die Möglichkeit, beim Frühstück-Servieren zu helfen. Dadurch habe ich fast alle der 58 Bewohner des Altenheims kennengelernt, immer brav „Bon appetit“ gesagt, hier und da ein Bisou und immer ein „Merci“ bekommen. Das „Maison Belot“ beherbergt viele Menschen mit Altersschwäche, aber auch jene, die an Behinderungen und Demenz leiden.
Mit einem agilen Herrn, der schon seit 10 Jahren im Altenheim wohnt, und anderen Bewohnern habe ich vormittags Kegeln und Kugelstoßen gespielt. Ich bin also nicht fuer die Pflege zustaendig. Leider darf ich aus Datenschutzgründen keine Namen nennen – selbst, wenn ich sie schon alle auswendig könnte. Nein, das kann ich nicht!

Nach der Mittagspause habe ich Fatia mit unserer Dekoration im Essenssaal geholfen. Alles sehr schön in lila und rosa. Der 102. Geburtstag von Madame M. stand an, alle Bewohner kamen zusammen und ein Animateur mit Karaoke-Anlage war bestellt worden. Auch ein großer Geburtstagskuchen durfte natürlich nicht fehlen. Die Feier begann um 14:30 Uhr und mir wurde nur gesagt, dass ich nun die französische Kultur kennenlernen würde. Ich versuchte zu Edith Piaf und Henry Salvadore mitzusingen (ohne Mikro), was mir nur teilweise gelang. Der Gesang war zu schnell für mich, aber wenigstens gefiel es dem Geburtstagskind, dessen Angehörigen und vielen Bewohner. Zwei ältere Damen wollten mit mir tanzen und ja, das ist auch mit der Fotokamera (nicht meiner eigenen) festgehalten. Am späten Nachmittag tanzte ich auch noch mit dem netten Herrn vom Vormittag.
Viele Bewohner haben mir gesagt, dass ich sehr nett sei und gut Französisch spreche. Der bestellte Animateur fragte mich, ob ich aus England stamme, weil ich anscheinend einen „englischen“ französischen Akzent habe. Ich weiß allerdings nicht, ob das überhaupt möglich ist! Mit ein paar Leuten vom Personal bin ich schon beim „Du“ und „Salut“ statt „Bonjour“ (den Unterschied muss man kennen).

Mal bin ich die „Mami“, mal „Ma petite“ oder auch nur „Ma fille“. Bis auf die Ungeduld wegen der Sprache und den Dingen, die ich noch zu regeln habe, geht es mir soweit gut.

A bientot, Lucie ;)

Sonntag, 27. März 2011

Hamburg, London, BEAUCOURT!

Endlich, endlich - diese Woche habe ich postwendend meine Unterlagen zu einer möglichen Einsatzstelle in Frankreich bekommen. Ich bin noch nicht dazu gekommen zuzusagen, aber ich bin positiv überrascht. Ich kann euch jedenfalls sagen, die Zeit läuft: Ab der ersten Septemberwoche werde ich für zehn Monate im beschaulichen Städtchen Baucourt, im Osten Frankreichs nahe Basel / Zürich / Bern gelegen, leben und arbeiten. Beaucourt ist ca. acht Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt und liegt im französischen Jura Gebirge. Vom Seeklima gehts also ins Gebirgsklima, na das kann was werden! Wenn man die Einwohnerzahl mit den 3.000 Schülern meiner Schule vergleicht ist die Stadt wirklich petite. Nungut weitere Informationen zu Beaucourt findet ihr auf Wikipedia (Quelle unten) oder auf der linken Sidebar (Google Maps, Webcam-Verlinkung).
Was meine Freiwilligenarbeit in Frankreich angeht, werde ich mit älteren und reiferen Menschen arbeiten, die aufgrund ihres Alters auf Hilfe angewiesen sind. Das Appartement, in dem ich mir ein Zimmer mit einer zweiten Freiwilligen teilen werde ist nur einen Fußmarsch von "La maison Belot", meinem Arbeitsplatz, entfernt. Desweiteren werde ich natürlich von meiner Tutor Madame Wallet in den Arbeitsalltag eingeführt und evtl. begleitet. Ich habe sogar schon meinen "Dienstplan" bekommen. Der sieht ganz gut aus mit moderaten Arbeitszeiten, freien Wochenenden und Urlaubstagen. Mein Geburtstag beispielsweise fällt auf einen Sonntag ;D Selbstverständlich sollen alle Frewilligen auch an sozialen Veranstaltungen der Stadt Beaucourt teilnehmen und diese kennenlernen. Da mir jetzt nichts mehr Wichtiges zum Mitteilen einfällt (das erste Übersetzen hat schon lange genug gedauert..), denke ich, dass es Beaucourt wird. Wenn mir noch etwas einfällt, es etwas Neues zu berichten gibt oder ich mich tatsächlich für "La maison Belot" entschieden habe (ich könnte die Einsatzstelle einmal ablehnen und mir eine Neue zukommen lassen), melde ich mich wieder. Nebenbei habe ich für mein Abitur gelernt, das steht ab morgen an!
Drückt mir die Daumen !!!
Foto (c) privat
Video: "Grenade" von Bruno Mars Quelle: Wikipedia Ganz viele liebe Grüße, eure Lucie ♥♥♥