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Freitag, 11. Mai 2012

25062012 – fünfundzwanzigster Juno deux milles douze


Dieses Datum, der 25. Juni 2012, wird mein letzter regulärer Arbeitstag im „Maison Belot“ sein.

Am darauffolgenden Freitag, den 29. Juni 2012, wird mein Freiwilligendienst im Rahmen des französischen „Service Civique“ nach einem Abschlussseminar um 10 Uhr in Hohrodberg, nahe Colmar, zuende gehen.

Vertraglich gesehen wird mein Engagement in Beaucourt am Samstag, den 30. Juni 2012, aufhören. Da ich am Wochenende nicht arbeite, fällt dieser Tag weg.

15092012 – fünfzehnter September zweitausendzwölf


An diesem Tag im Herbst, den 15. September 2012, wird mein „Diakonisches Jahr im Ausland“ nach einem ein-wöchigen Rückkehrseminar der Länder Belgien, Schweden, Dänemark und Frankreich in Weimar endgültig vorbei sein.

Montag, 23. Januar 2012

Sète-Seminar am Mittelmeer

(Dieser Text ueber das « mi-temps » Seminar wird ausfuehrlich mehrere Blog-Beitraege lang und entsprechend verlinkt sein. Nehmt euch deshalb ausreichend Zeit zum Lesen und ich bitte Schreibfehler zu entschuldigen.)
Foto (c) privat
Wenn sich Deutsche mit „Salut, comment vas-tu?“ (Hallo, wie geht es dir?) ansprechen, dein so genanntes  „Zuhause“ wirklich in Frankreich ist und man selbst als Franzoesin durchgeht. Wenn allein das alles schon zutrifft: Herzlich Willkommen beim Janvier-Seminar von VISA!
Mit anderen Worten bedeutet das: Internationalism, Mittelmeer, Theater, gravierender Schlafmangel und Widersehensfreude.

Emmanuel und ich wurden Montagmorgen von seiner Tutorin Christine bei  frostigen -6 Grad und Sonnenschein zum neuen Bahnhof in Belfort gefahren. Von dort sollte uns unsere Reise per Zug nach Besançon, Dijon, Lyon, Montpellier und letztlich nach Sète bringen. Es haette so reibungslos sein koennen, wenn unser Zug in Lyon keine technische Panne gehabt haette. Geschlagene 1 ½ Stunden standen wir auf dem Gleis und nichts bewegte sich voran. Deutsche wuerden in solchen Momenten schimpfen. Franzosen bleiben Herr ueber die Situation, in der sie sich befinden. Sie bleiben tranquille (ruhig), sitzen ihren Unmut stumm in der Hoffnung aus, dass das Problem ihnen eine Entschaedigung gewaehrt. Als es endlich weiter ging hatten Emmanuel und ich zumindest die Hoffnung, den Anschlusszug in Montpellier noch zu erreichen, aufgegeben. Unser Glueck, dass noch andere Freiwillige im selben Zug waren. Irgendwann gab es eine Durchsage und kurz darauf blieb der Zug stehen – mitten im Nirgendwo. Alle Reisenden stiegen aus, auch viele Mitfreiwillige und Yves, Jean-Daniel, Marguerite und Chaterine von VISA. Wir waren also wirklich nicht allein – in Nimes. Es dauerte eine Weile bis wir das richtige Gleis fanden, uns als Gruppe sammelten und in einen anderen Zug nach Montpellier einsteigen konnten. Von dort war das Mittelmeer nicht mehr weit. Um die 40 Frewilligen quetschten sich anschliessend in eine voellig ueberfuellte Regionalbahn, in der man sich kaum noch bewegen konnte.

Mit einer abenteuerlichen Verspaetung kamen wir in Sète an, es wurde sich ausgiebig begruesst und schon fuhr uns ein Bus zu unserer Unterkunft „Le Lazaret“. Zu dem Zeitpunkt wurde es schon dunkel. Nachdem schnell alle 100 Freiwilligen und das gesamte VISA-Team mit der Zimmervergabe beschaeftigt waren, gingen Emmanuel und ich fuer ein paar Tage getrennte Wege. Ich kam in ein Balkon-Zimmer mit Lilly, Jule und Anika aus Deutschland. Das Meer war vom Balkon aus bien en face (geradeaus zu sehen).

Von 19:30 Uhr bis 21:15 Uhr gab es taeglich das Abendessen – eine halbe Stunde laenger als normalerweise. Von Ungeduld konnte da nicht die Rede sein. Danach wurden wir am Montagabend offiziell begruesst, das straffe Seminar-Programm sowie unsere Atelier-Begleiter vorgestellt.

Neben dem VISA-Team um Yves Klopfenstein standen uns vier waschechte Schauspieler, Komiker und Theater-Regisseure zur Seite.

Die erste kurze Nacht stand uns bevor, da wir in den folgenden vier Tagen nicht frueher ins Bett kamen als 1:30 Uhr am Morgen… … bitte
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Sète partie #1

Foto (c) privat
Der erste Seminar-Tag, Dienstag, war der vollste und vielleicht anstrengendste von allen. Nach dem Fruehstueck fingen wir um 8:45 Uhr an uns mit  „Liberté, egalité et fraternité“ (Freiheit, Gleichheit und Bruederlichkeit) auseinander zu setzen. In einem grossen Saal diskutierten wir an drei Vormittagen in 10er-Gruppen jeweils eines dieser drei Themen, anhand von Fotos, Zitaten und Videos. Mir war leider nicht ganz klar, in welcher Relation diese franz. Themen zu unserem Freiwilligendienst stehen. Meiner Meinung nach haette ein Vormittag zum Diskutieren gereicht. Gegen 10 Uhr bildeten wir am Dienstag mehrere Gruppen à 21 Freiwilligen, die das gesamte Seminar nicht gewechselt wurden.

An diesem Vormittag gab es zwei Ateliers mit Jean-Daniel [VISA] und Bernard [Pastor]. Gemeinsam sprachen wir ueber generell positive sowie negative Punkte unseres Freiwilligendienstes und spezifische Schwierigkeiten / Probleme auf unserer Arbeit. Bernard versuchte mir beispielsweise den Umgang mit dem Tod eines Altenheimbewohners naeher zu bringen. Welcher Prozess von Trauer, Akzeptanz und Schock dahinter stehen und verarbeitet werden muessen, bevor man damit „abschliessen" kann. Ich kann von Glueck sprechen, dass ich bisher keine Probleme im „Maison Belot“ hatte. Es gibt Freiwillige, die von ihren Vorgesetzten / Arbeitskollegen respektlos behandelt werden oder schlichtweg in ihrer Einrichtung fehl am Platz und ohne Beschaeftigung sind. Interessant sind auch die sprachlichen Fotrschritte eines jeden Einzelnen: Einige sprechen deutlich besser als noch im September, andere haben sich kaum sprachlich weiterentwickelt. Die Franzosen unter uns zum Beispiel – ich selbst habe, denke ich, einen guten Progress gemacht.

Da das Mittagessen  um 12:30 Uhr – die Kueche war sehr gut, besonders fuer Fischliebhaber – viel Zeit unserer einzigen Pause einnahm, blieben uns nur ein paar Minuten fuer einen kurzen Strandausflug nahe der Unterkunft. Das Wetter war sonnig, wolkenlos und fast mild.

Um 14 Uhr empfing Brahim [Schauspieler] meine Gruppe, um uns an das Theatherspielen heran zu fuehren. Wir absolvierten einige Stimmuebungen, lernten die Beziehung zwischen Darsteller <-> Zuschauer kennen und mussten allein jeweils eine Linute stumm vor der gesamten Gruppe stehen. Stichwort: Selbstbeherrschung und Disziplin. Dieses Atelier war mir ein leichtes, da ich die gestellten Aufgaben schon voraussehen konnte und aus meinen schulischen Theater-Unterrichten kannte.

Gleich im Anschluss daran begann ein anderes Atelier mit Bernard und Jean-Daniel. Diesmal eine Art meditative Traumreise und Spiele, um unser eigenes Vertauen und das Vertrauen in andere zu staerken. Auch diese Aufgaben waren mir nicht fremd.

Vor dem Abendessen um 19:30 Uhr sollten wir uns mit Julie [VISA] andere Personalitaeten anschminken und zum Beispiel einem Ast eine ganz neue Bedeutung / Funktion / Geschichte geben. Sonderlich kreativ war ich nicht, weil ich langsam muede wurde.

Das sechste Atelier des Tages verbrachten wir mit Gilles [Komiker und Theater-Regisseur]. Er machte einige  „bleu, bleu, bleu“ Stimmuebungen  und Improvisationen mit uns, da  eine laute Stimme beim Theaterspiel von grosser Bedeutung ist. Das Tagesprogramm endete damit um 22:30 Uhr und ich musste noch einen Fragebogen fuer VISA ausfuellen. Dieser sollte in einem Einzelgespraech abgegeben werden. …… bitte
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Sète partie #2

Foto (c) privat; via V350
Nach der Diskussionsrunde am Mittwoch stand fuer meine Gruppe das VISA-Atelier an und so wartete ich lange auf mein Gespraech mit Ghofrane, der Sekretaerin von VISA. Leider schickte sie mich gleich zum naechsten Atelier  mit Violaine [VISA], die versuchte, uns neue Animationsideen zu geben – der straffe Zeitplan musste eingehalten werden und ich sollte mich in unserer Freizeit mit ihr treffen. Wenn jeder Freiwillige 30 Minuten spricht und eigentlich nur 10 Minuten geplant sind geht das mit der Planung ja nicht! Tatsaechlich: Mittwoch hatten wir Abend und Nachmittag frei! Nach dem Mittag versuchte ich mich also zu beeilen. Einige Deutsche wollten erst in die Innenstadt, dann zum Strand. Mein Gespraech war gut. Ghofrane meinte, meine franz. Sprache sei gut. Sie fragte mich wie es mir mit der Arbeit geht und was VISA als Organisation in Zukunft verbessern koennte. Ich habe ihr auch klar gemacht wie es um die Arbeitszeiten von Fatia, Estelle und mir steht und wie mein Verhaeltnis zu meiner Tutorin ist. Wuerde Fatia gar nicht mehr arbeiten, waere das „Maison Belot“ verloren. Ghofrane hat mir aufmerksam gelauscht, nachgefragt und Verstaendnis gezeigt.

Anika und Lilly hatten auf mich gewartet und nachmittags gingen wir in die Stadt. Wir machten Fotos, kauften Postkarten, genossen den Meeresduft und die Sonne. Beinahe haette ich mir eine Lancaster Paris*-Handtasche gekauft, weil ich eine neue Tasche suche – dazu fehlte mir aber dann doch das Kleingeld. Im Schlecker*-Markt kauften wir dagegen spontan deutsche Schokolade. Anika lud uns in einem wunderbaren Café zu heisser Schokolade ein und danach streiften wir durch einige kleine Boutiquen bevor der Hunger uns am Meer entlang wieder in unsere Unterkunft brachte. Beim  Essen verbrachten wir den Abend mit anderen Deutschen.

Donnerstagvormittag folgten der obligatorischen Diskussionsrunde mit Yves zwei weitere Theater-Ateliers mit Brahim und Olivier [Theater-Regisseur und Direktor aus Marseille]. Olivier, der zuvor krank gewesen war, leitete viele kleine Improvisations-Theaterstuecke an, um sie am Ende kaputt zu kritisieren. Ziemlich anspruchsvoll, meine ich mal. War das ein Schauspiel-Workshop oder was? Im zweiten Atelier arbeitete Brahim mit uns am so genannten Bewegungsmotor des Darstellers und wie man den Theater-Spielraum richtig nutzt.

Bevor das „projet spectacle“ um 15 Uhr losging, war es am Strand recht kuehl. Eigentlich wollte ich schon im Januar dieses Jahres anbaden, aber so blieb es bei nassen Fuessen. Aber zurueck zum „projet spectacle“: Was bedeutete das? Es bedeutete, dass wir 1 ½ Tage Zeit hatten, um uns eigenhaendig ein Theaterstueck inklusive Genre, Titel, Hintergedanke, Beleuchtung etc. auszudenken! Ich war der Coach von meiner Gruppe, die aus Lilly und zwei ungarischen Freiwilligen bestand. Coach heisst Verantwortung und Telefonnummer hergeben. Wir vier entschlossen uns das Thema liberté (Freiheit) zu nehmen und daraus ein psychologisches Drama zwischen Mutter und Tochter zu machen. Ich hatte dabei die Rolle der Mutter, die ihrer Tochter ihrer Freiheit entzieht.  Daniella, Csilla, Lilly und ich arbeiteten wie die anderen den ganzen Nachmittag daran bevor es zur „Jury“ ging. Gluecklicherweise war abends das Wetter sehr mild. Denn wir standen ueber eine Stunde draussen bis wir endlich um 22:55 Uhr an der Reihe waren. Wir hatten uns kein Klischee ausgedacht und deshalb gaben uns Jean-Daniel und Brahim nur einige Verbessungstipps…… bitte
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* keine Schleichwerbung beabsichtigt

Donnerstag, 15. September 2011

Herbstliches Strasbourg

Foto (c) privat
Am Montagmorgen sollte es früh nach Strasbourg gehen. Um ein Haar wäre das schief gegangen, weil der durch den Berufsverkehr bedingte Stau in Hamburg unausweichlich war. Bis zum Hauptbahnhof bin ich nicht gekommen, also bin ich eine Station früher in den Zug eingestiegen. Die 6-stündige Fahrt brachte mich nach Hannover, Göttingen, Frankfurt, Mannheim und  zu meinem Umsteigeort Karlsruhe. Schon vor dem Aussteigen traf ich auf mehrere deutsche DJiA-Freiwillige mit ihrem schweren Gepäck. Gemeinsam schafften wir es auf den Bahnsteig, ehe der Zug weiterfuhr. Noch mehr Freiwillige stießen zu uns als wir das nächste Gleis suchten. Es war wirklich toll alle wiederzusehen! Das Vorbereitungsseminar in Eisennach fühlte sich an als wäre es erst gestern gewesen. Dann kam der französische TGV, eine Aufregung brach aus, die Koffer wurden in den Zug gehievt und meine erste Fahrt im lila-rot-farbenen TGV konnte losgehen. Nach 40 Minuten erreichten wir Strasbourg. Auf französischem Boden angekommen, wurden wir prompt von drei Militär-Polizisten mit Gewehren in Empfang genommen. Einladend war das nicht gerade.
Die drei Stunden Aufenthalt am Bahnhof von Strasbourg verbrachten wir natürlich gemeinsam, trafen einige Freiwillige aus Ungarn, aßen und saßen draußen im Sonnenschein. Strasbourg, dass ist mir gleich aufgefallen, ist sehr grün. Ein wenig wie Paris, wenn ich das behaupten darf. Kurz vor 17 Uhr sollten wir von Marguerite und einigen anderen VISA-Verantwortlichen mit einem Bus abgeholt werden. Das war auch gut so, weil das Warten zu diesem Zeitpunkt kaum noch erträglich war. Schließlich wussten wir nicht einmal, was für ein Seminar-Programm uns erwarten würde.

Ich weiß, dass dieser Blog-Eintrag für den ein oder anderen zu lang werden wird. Deshalb werde ich mich etwas kürzer fassen und die Fotos unter (http://www.luno-beaucourt.tumblr.com/) für sich sprechen lassen..

Das Seminar in Strasbourg selbst war super und am Ende waren Lilly, mit der ich ein Zimmer teilte, und ich ein bisschen traurig. Es gab einen Abend mit verschiedenen europäischen Speisen zum Probieren, eine Stadt-Rallye (die nicht wirklich eine war), mehrere Ateliers mit Spielen, Kreativität und Gedanken-Austausch, eine tolle Talentshow mit Gesängen und Tänzen und nicht zu vergessen der lang-atemige Vortrag von Monsieur Maurer über franz. Politik und Religion.

15 verschiedene Nationen mit unterschiedlichen Traditionen und drei Sprachen. Französisch war natürlich die „Seminar-Sprache“, aber beim Essen und während der Freizeit (es stimmt, dass die Franzosen SEHR VIEL und zweimal täglich warm essen!!) wurde entweder  auf Englisch oder Deutsch gesprochen. Ganz schön kompliziert immer zwischen den Sprachen zu wechseln. Die Mehrheiten bildeten Deutsche, Franzosen und Ungarn. Die Minderheiten waren Großbritannien, Dänemark, Spanien, die Türkei oder auch Brasilien. Insgesamt 84 Freiwillige, die mit VISA einen ausländischen bzw. inländischen Dienst absolvieren. Noch dazu bekam jeder Informationen zu seiner finanziellen Unterstützung und einen damit verbunden „Terminplan“ für die nächsten 10 Monate. Ich muss zum Beispiel an MINI-SESSIONS (regionale VISA-Seminare) teilnehmen, mehrere Briefe schreiben, meine Krankenversicherung und Bankkonto selbst einrichten. An dem Vormittag waren das wirklich zu viele Informationen, die einem auch ein wenig Angst gemacht haben. Die Krankenversicherung sollte, laut dem DJIA, nämlich schon in Strasbourg geregelt worden sein…

Das Seminar war wirklich toll und ich werde sicher nochmal in den nächsten Monaten nach Strasbourg fahren. Mit dem Auto sind das nur zwei Stunden Fahrt. Der Abreise-Freitag war übrigens brutal (obwohl der franz. Zeitplan lockerer ist als ein deutscher) mit dem Aufstehen, weil man nie vor 24 Uhr ins Bett kam - wenn man denn wollte. In meinem Reisetagebuch habe ich alles Mögliche notiert, ich freue mich darauf, das in ein paar Monaten zu lesen. Pünktlich um 7:30 Uhr hat mich mein Papa vom „Centre Culturel St. Thomas“ abgeholt und die Fahrt nach Beaucourt konnte am Mittag beginnen.

Bisou, Lucie ♥

Freitag, 22. Juli 2011

Une lettre de Strasbourg

Nachdem ich gestern eine E-Mail von der DJiA mit den "Vereinbarungen des Freiwilligendientes" bekommen haben (das Original muss ich beim Vorbereitungsseminar unterschreiben), kam heute ein Brief aus Frankreich per Post an. Da ich nun auf Facebook in einer DJiA-Gruppe der "Franzosen" bin, wusste ich schon, was bald kommen würde.

Zur Zeit bereite ich mich auf das Seminar in Eisenach vor. Ab jetzt kann ich gleichzeitig schon die Session d'Accueil (das Willkommens-Seminar) für Strasburg vorbereiten. Langsam aber sicher nimmt alles konkrete Formen an: Am Montag, den 5.09.2011, muss ich frühmorgens mit dem Zug nach Strasburg fahren, damit ich pünktlich um 17 UHR am Bahnhof ankomme, auf andere Freiwillige (falls ich einige noch nicht während der Anreise angetroffen habe) und Marguerite & Co. von VISA treffe. Wenn alle eingetroffen sind, wird es per Bus gemeinsam zum Centre Culturel St. Thomas gehen. Dort findet das erste Auslandsseminar statt, das am Freitag, den 9.09.2011, zuende sein wird. Was genau wird dort alles machen werden, ist bisher nur vage beschrieben. Auf jeden Fall werden wir auch Gelegenheit haben, Strasburg zu erkunden....

Wahrscheinlich werden mich Mama & Papa an dem Freitag "aufsammeln", mit dem Rest meines Gepäcks im Kofferraum und mit mir runter nach Beaucourt fahren. Das Auto muss schließlich ab und an richtig ausgefahren und es muss sichergestellt werden, dass ich auch gut in meiner neuen Bleibe einkehre. Alles eine Maßnahme aus mütterlicher Fürsorge

Doch bevor es soweit ist, gibt es noch Einiges zu tun. Nicht nur die Vorbereitung zweier Seminare, sondern auch die Anschaffung einer französischen Geburtsurkunde, weil ich mich in eine französische Krankenkasse einschreiben muss. Zumindest hat mir das die liebe Marguerite in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch geschrieben. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich durch den französischen Staat selbst mit dem "service civique" unterstützt werde? Das bedeutet, dass ich mehr Taschengeld als zuerst angenommen bekommen werde.

Letzte und diese Woche bin zu zwei Abschiedsfeten eingeladen worden. Ina fährt in ein paar Tagen rüber nach England. Nathalie verschlägt es im August nach New York City und dann für ein Jahr nach Chicago. Ich komm' wohl nicht drum rum auch eine kleine Abschiedsfeier zu machen.

Quelle: Google
Foto: privat

Liebe, aber regnerische Grüße von mir.

Lucie